Politischer Talk „Wunden vor den Wahlen“ vom Deutschen Wundrat und ICW.

Deutscher Wundkongress, Bremen, 11. Mai 2017

Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Quelle:  ALK, mhp-Verlag, Wiesbaden

Der deutsche Wundkongress in Bremen ist mit über 4500 Teilnehmern der größte Kongress seiner Art weltweit. Anlass genug, im Wahljahr genau dort eine gesundheitspolitische Veranstaltung mit renommierten Politikern abzuhalten.

Unter dem Motto „Wunden vor den Wahlen“ trafen sich unter Moderation von Prof. Dr. Augustin, Dr. Christian Münter und Björn Jäger die Sozial- und Gesundheitspolitikerin Sarah Ryglewsky ( SPD), Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Die Grünen) und Rainer Bensch (CDU) sowie als Vertreter der Krankenkassen Gabriele Kostka (DAK) und der Herstellerunternehmen Raimund Koch (BVMed).
In einer äußerst lebhaften Debatte stellten die Politiker ihre persönlichen Ansichten wie auch die Positionen ihrer Parteien heraus und bekräftigten unisono, dass die Versorgung von kranken Menschen in Deutschland einen hohen Stellenwert haben müsse. Auch die Notwendigkeit, Spezialisten aus Ärzteschaft und Pflege, die sich im Bereich der chronischen Wunden engagieren, besser zu unterstützen, fand eine breite Mehrheit.

Unter dem kräftigen Applaus der über 200 Zuhörern und Mitdiskutanten nahmen alle Politiker wichtige Hinweise für Ihre Arbeit mit und versprachen die Übernahme und Weiterleitung in ihren Bereichen.

Aufgrund der großen Resonanz soll die Veranstaltung bei einem der nächsten deutschen Wundkongresse in ähnlichem Format wiederholt werden.

Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG) im Bundestag beschlossen

Am 16.02.2017 wurde im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG) in 2./3. Lesung beraten und mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen. Die Regelungen des HHVG bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrat und sollen bereits im März 2017 in Kraft treten.

Dies ist für uns ein großer Erfolg, da die finalisierte Gesetzesversion unsere Stellungnahme vom 10.07.2016 in wesentlichen Teilen aufgegriffen hat.

Durch diese gemeinsame Stellungnahme von Deutschem Wundrat, DDG und BVDD sowie die Herausgabe des Sonderheftes der Gesellschaftspolitischen Kommentare zu Chronischen Wunden haben wir sicherlich dazu beigetragen, dass der Bundestag den Gesetzesentwurf in der von uns favorisierten Fassung vom 2.11.2016 beschlossen hat.

Gemeinsame Stellungnahme der Wundexperten in Deutschland zur Bewertung von Wundauflagen im Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG

Die Regulation der Versorgung von Wunden in Deutschland muss mit hoher medizinischer Sachkenntnis und der notwendigen versorgerischen Umsicht konzipiert sein. Die sachgerechte, evidenzbasierte und wirtschaftliche Versorgung chronischer Wunden ist Sache der Experten in Ärzteschaft und Pflege, die hier Unterstützung durch die Politik und keine Überregulation brauchen.

Der Deutsche Wundrat hat zur aktuellen Beschlussfassung im HHVG mit folgender Stellungnahme beigetragen:

Gemeinsame Stellungnahme (PDF | 0,3MB)

Sonderheft „Chronische Wunden“ der gesellschaftspolitischen Kommentare

Mit dem Sonderheft „Chronische Wunden“ der gesellschaftspolitischen Kommentare beleuchtet der Deutsche Wundrat (DWR) die komplexen Vorgänge der Versorgung chronischer Wunden in Deutschland in vielen Facetten. Zudem bringt es auch zum Ausdruck, dass jegliche Regulation der Versorgung von Wunden in Deutschland mit hoher medizinischer Sachkenntnis und der notwendigen versorgerischen Umsicht konzipiert sein muss. Die Beiträge stammen nicht nur von Ärzten und Pflegenden, sondern auch von Patientenvertretern, Politikern, Mitgliedern mehrerer Krankenversicherungen sowie Experten der Gesundheitsforschung.

Das Sonderheft „Chronische Wunden“ der gesellschaftspolitischen Kommentare stellen wir für Sie kostenfrei zum Download bereit.

 

Stellungnahme des DWR zur Bewertung von Wundauflagen im Referentenentwurf zum Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG

Die Regulation der Versorgung von Wunden in Deutschland muss mit hoher medizinischer Sachkenntnis und der notwendigen versorgerischen Umsicht konzipiert sein. Die sachgerechte, evidenzbasierte und wirtschaftliche Versorgung chronischer Wunden ist Sache der Experten in Ärzteschaft und Pflege, die hier Unterstützung durch die Politik und keine Überregulation brauchen.

Der Deutsche Wundrat hat zum Referentenentwurf zum HHVG mit folgender Stellungnahme beigetragen: Stellungnahme des DWR zum Referentenentwurf